"Wasser ist der Träger allen Lebens"
- Wir reinigen ihr Abwasser der Umwelt zuliebe

 

„Wasser der Träger allen Lebens"

– wird zum strategisch wichtigsten Stoff der Zukunft. Umso wichtiger, dass dem Schutz dieses kostbaren Gutes eine große Bedeutung zukommt, um auch unseren Nachkommen eine gesicherte Wasserversorgung zu gewähren und unsere Umwelt möglichst natürlich zu erhalten. Diesem Grundgedanken wurde bei der Wasserrechtsnovelle 1990 besonderes Augenmerk gewidmet, wonach der gesicherten Trinkwasserversorgung und dem Gewässerschutz eine herausragende Bedeutung beigemessen wurde. Trinkwasser wird in OÖ. ausschließlich aus dem Grundwasser und aus Quellen gewonnen.

 

Der Schutz der Grundwasservorkommen

hat derart zu erfolgen, dass die Wasserversorgung ohne Aufbereitung und Behandlung erfolgt. Oberösterreich ist somit in einer sehr glücklichen Lage, wenn man als Vergleich das Rheineinzugsgebiet heranzieht, wonach ca. 9 Mio Menschen mit aufbereitetem Rheinwasser versorgt werden.

 

Die Notwendigkeit der Gewässerreinhaltung

hat man bei uns aus touristischer Sicht relativ bald erkannt. Waren in den Siebzigerjahren viele Seen und Gewässer verschmutzt, so hat man durch konsequente Abwasserableitung mit Reinigung in Kläranlagen heute bei allen Seen und Flüssen Badewasserqualität. Bei den Fließgewässern soll der natürliche ökologische Lebensraum wieder hergestellt werden. Das heißt, dass in OÖ. ausschließlich die Gewässergüteklasse I (vorwiegend Alpinraum) und II (menschlicher Siedlungsraum) nach dem Saprobiensystem vorliegen dürfen.

Unsere Ziele

Was bedeutet Gewässer-Güteklasse?

Güteklasse I: völlig rein

Gewässerabschnitte mit reinem, organisch kaum belastetem Wasser, stets annähernd sauerstoffgesättigt. Algenaufwuchs gering, oft nur in Form einer bunten Vegetationsfärbung sichtbar. Bodentiere insbesondere durch Insektenlarven vertreten. Artenreiche, aber eher individuenarme Besiedelung. Forellenartige Fische, Koppen. Sediment ohne organische Beimengungen.

Güteklasse II: mäßig verunreinigt

Gewässerabschnitte mit mäßiger organischer Belastung: gehobenes Nährstoffangebot, gute Sauerstoffversorgung. Pflanzliche und tierische Besiedelung weist einen großen Arten- und Individuenreichtum auf. Bestände mit höheren Wasserpflanzen. Ertragreiche Fischgewässer mit verschiedensten Fischarten. Sediment hell bis dunkel, aber nicht schwarz, Steinunterseiten ohne Reduktionsflecken. Die eingebrachte organische Substanz wird noch vollständig mineralisiert (aerober Abbau).

Güteklasse III: stark verunreinigt

Gewässerabschnitte mit starker organischer Belastung: infolge sauerstoffzehrender Abbauvorgänge schwankender Sauerstoffgehalt möglich. Üppige Entwicklung von Algen oder auch Wasserpflanzen und sichtbar werdenden Aufwüchsen von fadenförmigen Abwasserbakterien und -pilzen, sowie einzelligen Tieren ("Abwasserpilz"); Ausfall vieler empfindlicher Bodentierarten (insbesondere von Insektenlarven) und starke Vermehrung von gegen Sauerstoffmangel unempfindlichen Arten (z. B.: Schlammegeln, Wasserasseln) bis zum Massenvorkommen. Anzeichen von Reduktionsvorgängen im Sediment; Steinunterseiten schwarzfleckig, Schlamm schwärzlich, Anzeichen von Faulschlammbildung.

Güteklasse IV: außergewöhnlich stark verunreinigt

Gewässerabschnitt mit übermäßiger Belastung durch organische, sauerstoffzehrende Stoffe; Fäulnisprozesse herrschen im Sediment vor, Sauerstoff kann auf sehr niedrige Konzentrationen absinken oder zeitweise ganz fehlen. Aufwuchsbildung vorwiegend durch heterotrophe Mikroorganismen. Nur wenige angepasste Bodentierarten sind vorhanden und zeigen bisweilen ein massenhaftes Auftreten. Steine schwarz, Faulschlamm.

Gewässergüteklassen in der Übersicht

2011

2011

2011

2011

2013

2013

2014

2014